• Minergie ist eine Erfolgsgeschichte wie keine andere auf dem Sektor von energetischen Qualitätsstandards im Baugewerbe.
  • Minergie ist in breiten Kreisen der Bevölkerung ein Begriff. Und Minergie ist ein unabhängiges Qualitätslabel. Keine staatliche Verordnung, sondern eine Zertifizierung die sich laufend am Stand der Technik orientiert und weiter entwickelt. Und Minergie ist inzwischen ein Exportschlager, denn Minergie gibt es inzwischen auch in Frankreich.
  • Ein Zeichen, dass sich Minergie weiter entwickelt sind die neuen Produkte:
    ->Minergie-P® bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept.
    ->Minergie-ECO® ist eine Ergänzung zum Minergie-Standard. Während Merkmale wie Komfort und Energieeffizienz Minergie-Gebäude eigen sind, erfüllen zertifizierte Bauten nach Minergie-ECO® auch Anforderungen gesunder und ökologischer Bauweisen.

  • In der Motion ist die Rede von 6 400 zertifizierten Gebäuden in der Schweiz, inzwischen sind es jedoch bereits über 8 000.

    Vorteile von Minergie für die Bauherren und Bewohner

  • Bauen nach Minergie hat mindestens drei wesentliche Vorteile: höherer Komfort, verbesserte Werterhaltung und deutliche Energiekosteneinsparungen.
  • Durch die Komfortlüftung ist immer eine gute Luftqualität gewährleistet.
    ->Und die Wohnräume sind vor Lärm geschützt, ohne Verzicht auf frische Luft. Dieser zusätzliche Schutz bedeutet besonders an lärmgeplagten Lagen Vorteile: Die Vermietbarkeit eines Objektes wird verbessert.
    ->Pollen und Keime werden von den Filtern gebunden.
    ->Im Sommer bleiben die Räume kühler.
    ->Aber auch durch die gute Gebäudehülle bleiben die Wohnräume im Sommer kühler als bei konventionellen Gebäuden.

  • Die Energiekosten sind massiv tiefer. Die erhöht die Attraktivität für den Betreiber oder Mieter massiv.
  • Die zusätzlichen Investitionskosten von 3 bis maximal 10% sind in der Regel in wenigen Jahren amortisiert. Danach profitiert man während der gesamten Lebensdauer des Gebäudes von den tieferen Betriebskosten.

    Minergie und Wirtschaft
    Ich möchte ihnen anhand einiger zufällig ausgewählter Beispiele aufzeigen, was in der Privatwirtschaft in Sachen Minergie abgeht.

  • Coop baut seine neuen Verkaufsstellen konsequent nur noch nach Minergie-Standard. (Coopzeitung, 18. 9. 2007)
  • 2006 war Credit Suisse Schweizer Meisterin in der Erstellung von Flächen nach dem Minergie-Standard. Bis Mitte 2006 hat das Real Estate Asset Management der Credit Suisse 202 000 m2 Fläche nach Minergie-Standard erstellt. Darunter befindet sich auch das Eichgut in Winterthur mit 90 Wohnungen nach Minergie-P-Standard.
  • Den Erfahrungswert für die Mehrkosten für Minergie-Standard beziffert die Credit Suisse mit knapp 5%. (Pressemitteilung Credit Suisse, 20. 11. 2006)
  • Die Losinger Construction AG erstellt die Mehrheit der Projekte in Minergie-Bauweise.
    Zum Beispiel den Business Park Köniz mit 1 700 Arbeitsplätzen für die Swisscom.

  • Die Anliker AG hat schon über 600 Wohnungen im Minergie-Standard erstellt. “Wir bauen eigentlich nur noch Minergie-Wohnungen“ sagt der Direktor Hansruedi Rüfenach.
  • Die Migros hat in Amriswil einen Minergie Supermarkt realisiert und spart jährlich 22 000 Liter Heizöl.
  • Der IBM-Hauptsitz in Zürich-Altstetten wurde von der Eigentümerin Allreal Generalunternehmung AG in Minergie-Bauweise erstellt. Dieser Neubau mit 1 250 Arbeitsplätzen wurde im Mai 2005 bezogen.
  • Die grösste Ikea Filiale der Schweiz in Spreitenbach (BGF 34’400m2) hat den Minergie-Standard nicht nur erreicht, sondern sogar massgeblich unterschritten.
  • (Möbel)-Pfister eröffnete im März 2007 in Lyssach eine Filiale mit 9’700m2 nach Minergie-Standard.

    Minergie und Politik

  • Für die Einführung des Minergie-Standards müssen wir keine komplizierten Verordnungen schreiben und Richtwerte definieren, nein wir können ganz einfach auf den Standard verweisen.
  • Die Qualität unserer Gebäude wird mess- und damit vergleichbar. Ein Benchmarking der Liegenschaften wird damit möglich.
  • Die Notwendigkeit von Effizienzsteigerung und Reduktion des Energieverbrauchs und von Abgasen ist heute allseits akzeptiert. Es gibt wohl keine ernst zu nehmenden Wissenschaftler mehr, die die Dringlichkeit von Massnahmen nicht fordern.
  • In der Politik wird immer wieder an die Eigenverantwortung appelliert, auch um neue Gesetze zu vermeiden. Und hier können wir den Tatbeweis erbringen. Mit dem Minergie Standard vermeiden wir unnötige, riesige Energieverschwendung und Ineffizienz und unnötige Emissionen. Jeder Liter Heizöl der nicht verbrannt wird, trägt hier in Kriens zu besserer Luft bei. Dies kommt vor allem auch kleinen Kindern und älteren Leuten zugute.
  • Und die Beispiele oben zeigen, dass wir keinesfalls utopische Fantasten sind, sondern auf ein bewährtes, gut eingeführtes System setzen.
  • Und vorsorglich noch eine Bemerkung zum Argument, dass es ja nichts nützt, wenn wir in Kriens etwas machen. Es ist ein gewaltiger Irrtum zu glauben, dass unser Beitrag nichts nützt. Der gesamte Energieverbrauch ist die Summe von uns allen ………..

    Aus diesen Gründen bitte ich sie alle, diese Motion zu unterstützen.