Sobald Grüne Politiker:innen mit dem Flugzeug in die Ferien verreisen, wird ihnen vorgeworfen sie seien nicht glaubwürdig. Obwohl man die Welt alleine als gutes Vorbild nicht retten kann, ist es doch verständlich, dass von den Grünen konsequentes Verhalten erwartet wird. In der Regel gelingt uns dies auch.

Erstaunlich ist, dass es niemanden stört, wenn andere Parteien dermassen inkonsequent sind wie kürzlich die SVP. Der Volkswille ist für sie das höchste Gut. Nun macht sie aber im Stadtparlament eine Interpellation mit 12 Fragen, weil Mitglieder für eine Kommission gesucht wurden.

Weiss der Fragende was der Sinn einer Kommission ist? Dort werden Verbände, Quartiervereine, Parteien, Fachleute, Vertreter der Bevölkerung, etc. angehört. Damit wird die Meinung der Öffentlichkeit abgeholt. Was soll denn daran falsch sein? Ist doch genau das was die SVP will!

Auch klagt diese Partei in derselben Interpellation über die Bürokratie, stellt aber 12 Fragen zu diversen Themen. Die seriöse Abklärung aller Fragen beschäftigt den Stadtrat, die Verwaltung und das Parlament und verursacht hohe Kosten. Der Nutzen der Antworten ist für uns schwer ersichtlich.

Auch wenn das nur ein Beispiel unter vielen ist: Ein bisschen Selbstkritik statt mit dem Finger auf andere zu zeigen würde gewissen Politikern gut anstehen. (019/2026 Interpellation Bucher: Kommissionitis in Kriens)