In der letzten Ausgabe hat uns der Beitrag der SVP erstaunt. Die Krienser Mobilität werde skandalös verändert, schreibt sie. Da haben wir gehofft, dass nach über 50 Jahren Autoförderung das Pendel endlich in die andere Richtung ausschlägt. Im Artikel werden die Skandale aufgelistet, z.B.: die Velovorzugsroute auf der Schachen/Amlehnstrasse, Verbreiterung von Trottoirs, Tempo 30 statt Einbau von Flüsterbelag.

Die Velovorzugsroute geht auf eine eidg. Abstimmung zurück die Kriens mit 70% angenommen hat und der Kanton nun endlich umsetzt. Ein Flüsterbelag ist sehr teuer und reicht im Zentrum nicht aus um die Lärmgrenzwerte einzuhalten.

Liebe SVP: der automobile Weltuntergang kommt nicht. Seit Jahrzehnten werden immer mehr Strassen gebaut und zwar für Autos. Im Krienser Siedlungsgebiet wurde viel öffentlicher Raum für Strassen, Kreisel und Parkplätze geopfert. Diese öffentliche Fläche steht hauptsächlich den Autofahrern zur Verfügung. Wenn nun ein kleiner Teil davon für bessere Veloverbindungen «geopfert» werden soll, dann ist das kein Skandal, sondern nicht mehr als gerecht. Wenn mit Tempo 30 Lärm reduziert und die Sicherheit der Velofahrer:innen erhöht wird, dann ist es höchste Zeit dafür.

Und es ist auch demokratisch abgestützt: durch Abstimmungen und durch unsere Volksvertreter:innen im Parlament. Die fälligen Massnahmen sind nicht ideologisch begründet, eher der Kampf dagegen.