Juli 2026: Stadtrat und Parlament machen es sich zu einfach
Ein Komitee aus besorgen Eltern hat über 300 Unterschriften gesammelt mit dem Anliegen, dass die Klassengrössen in Kriens gesenkt werden sollen. Der Stadtrat und die bürgerliche Mehrheit im Parlament lehnten dies ab – ein für uns unverständlicher Entscheid.
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Ein Komitee besorgter Eltern hat eine Volksmotion mit über 300 Unterschriften eingereicht. Sie beklagen darin, dass die Stadt Kriens seit 10 Jahren deutlich grössere Klassengrössen hat als die anderen Gemeinden in der Umgebung. Dadurch verliere die Schule an Qualität und es können nur schwer Lehrpersonen gefunden werden.
«Diese Anliegen sind grundsätzlich nachvollziehbar» schreibt der Stadtrat, und weiter «Es ist unbestritten, dass Klassengrössen einen Einfluss auf Unterrichtsqualität und Arbeitsbelastung haben können.» Allerdings sei es kurz- und mittelfristig nicht möglich, die Forderungen umzusetzen, weil der nötige Schulraum fehle.
Hand aufs Herz: Das Problem besteht seit über 10 Jahren und machen kann man nichts, sagt der Stadtrat.
Wenn also die Politik ein Problem erkennt und in 10 Jahren keine Verbesserung hinbekommt, dann müsste sie ehrlichkeitshalber wegen «Erfolgslosigkeit» über die Bücher.
Immerhin können unsere Nachbarsgemeinden das Problem besser lösen, wie die Zahlen beweisen.
Was macht unser Parlament? Es gibt dem Stadtrat nicht den Auftrag das Ziel endlich anzupacken, indem es die Volksmotion überweist. Nein, die bürgerliche Mehrheit, inklusive der Familienpartei in der Mitte, lehnt die Motion ab. Wer nicht will, soll dazu stehen. Aber zu behaupten die Schule sei einem wichtig, aber es gehe halt nicht, obwohl es alle Gemeinden rundherum können, das ist zu billig.