Die grünen Oasen und Erholungsräume prägen die Attraktivität und Lebensqualität unserer Stadt – vom Schauenseehang über den Bellpark und die Langmattwiese bis zum Weinberg sowie Sport- und Pausenanlagen. Auch naturnahe Rückzugsorte wie die Weinhalde mit ihrer stillgelegten, von Bäumen umgebenen Gärtnerei sollen als naturnahe Freiräume erhalten bleiben. Solche Orte kühlen die Wohngebiete, mindern die Sommerhitze und bieten wichtigen Lebensraum für Mensch und Natur.

Zweimal hat die Bevölkerung entschieden: Dieses Gebiet soll grün bleiben. Nun nimmt die Baulobby erneut Anlauf. Besonders irritierend finde ich die immer wiederkehrende Argumentation, man müsse «Baulücken» schliessen, um die Stadt attraktiver zu machen. Folgt man dieser Logik, könnten bald auch die letzten schönen Ecken zugebaut werden. Eigentumswohnungen lassen sich gut verkaufen und bringen schnelles Geld – doch bedeutet das wirklich mehr Lebensqualität? Was bleibt von der Naherholung, wenn Parks, Sport- und Spielplätze verschwinden?

Bemerkenswert ist, dass dieses Argument sogar im Einwohnerrat vorgebracht wurde – ausgerechnet von einem Landwirt. Ganz in der Nähe der Weihnhalde gäbe es ebenfalls noch eine «Lücke», die dieser Landwirt bewirtschaftet. Soll auch sie möglichst rasch eingezont werden? Ich bin überzeugt: Die Krienserinnen und Krienser wissen genau, was echte Attraktivität bedeutet und stimmen Nein.

Tomas Kobi, Einwohnerrat Grüne, Kriens